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Tiere des Waldes

Der Wald ist die Heimat vieler Lebewesen.


Das wohl größte aber am wenigsten gesichtete Geschöpf des Waldes ist der Rothirsch (Cervus elaphus). Nur zur Paarungszeit (Brunft) im September kann man ihr Röhren durch den Wald hören. Denn die Männchen und die Weibchen leben das ganze Jahr über getrennt in Rudeln und kommen zur Brunft zusammen

. Die Weibchen nennt man Hirschkühe.
Ein Hirsch kann 18 bis 20 Jahre alt werden und ist durch sein mächtiges Geweih der König der Wälder. Er lebt vor allem in tiefen und abgeschiedenen Wäldern und im Winter kann man seine Spuren leicht finden.


Das Reh (Capreolus capreolus) ist wohl das bekannteste Tier im Wald. Es lebt überall wo es Wald, Felder oder Parks gibt. Es kann sehr gut Hören und extrem gut Riechen. Deswegen entdeckt man es auch nur sehr selten im Wald, da sie sich ganz leise fortbewegen. Bei Gefahr flüchtete es ins Unterholz und kann bis zu sechs Meter hoch springen.
Rehe können 10 bis 12 Jahre alt werden und leben in lichten Wäldern. Der Rehbock ist leicht an seinem Geweih zu erkennen. Das Reh bringt im Mai ein bis zwei Junge (Kitze) zur Welt. Diese verstecken sich gut getarnt und nur zum Säugen kommt die Mutter.
Wichtig ist, dass man ein gefundenes Kitz nicht angreift, da es sonst den menschlichen Geruch annimmt und die Mutter nicht mehr kommt um es zu säugen.



Zu den Allesfressern gehören die Wildschweine (Sus scrofa). Sie begeben sich in der Dämmerung auf Nahrungssuche und wühlen mit ihren starken Schnauzen nach Schnecken, Feldfrüchten und Mäusen. Am Tag verstecken sich die großen Tiere unter Büschen tief im Wald. Die Männchen (Keiler) sind Einzelgänger während die Weibchen (Bachen) in Gruppen leben.
So ein Wildschwein kann 5 bis 7 Jahre alt werden und lebt vor allem in Laub- und Mischwäldern mit dichtem Unterholz.
Wenn man einmal einem Wildschwein über den Weg läuft, sollte man sehr ruhig weitergehen. Denn wenn das Weibchen gerade junge Frischlinge hat, versteht sie keinen Spaß.


Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) gehört zu den Raubtieren unter den Geschöpfen des Waldes. Bevorzugt leben sie überall dort, wo es Wälder, Felder, Parks oder Siedlungen gibt. Wie die Wildschweine gehen auch die Füchse erst in der Nacht auf die Jagd. Mit ihren guten Augen und ihrem guten Spürsinn können sie Mäuse und Kaninchen erbeuten. Aber auch Regenwürmer oder Früchte stehen auf ihrem Speiseplan.
Füchse können 10 bis 12 Jahre alt werden und leben im Familienband zusammen. Ihre Jungen kommen zwischen März und Mai auf die Welt und werden im Bau vom Rüden (Männchen) und von der Fähe (Weibchen) großgezogen.
Im Winter hält der Rotfuchs Winterruhe und verbringt somit die meiste Zeit im Bau um zu schlafen.



Der Dachs (Meles meles) ist ein sehr scheues Tier und ist wie das Wildschwein ein Allesfresser. Nachts geht er auf die Suche nach Nahrung und durchwühlt mit seiner Schnauze den Boden nach Pilzen, Früchten, Regenwürmern und Blindschleichen.
In Familienverbänden leben sie in unterirdischen Bauten und können bis zu 18 Jahre alt werden. In Laub- und Mischwäldern fühlt sich der Dachs wohl und dort kann jede weitere Dachsgeneration den Bau erweitern.

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