Lockenhaus wurde erstmals 1242 (Burg) und 1256 (Ort) urkundlich erwähnt. Die Geschichte ist eng verbunden mit den Burgherren, darunter die Familien Chak, Güssinger, Nádasdy und Esterházy. Die Burg Lockenhaus spielte eine zentrale Rolle als Wehr- und Wohnburg und war mehrfach von Kriegen, Plünderungen und Umbauten betroffen. Im 20. Jahrhundert wurde sie durch private Initiativen restauriert und zur kulturellen Begegnungsstätte ausgebaut.
Nach den Wirren von Kriegen und politischen Umbrüchen (v. a. nach dem 2. Weltkrieg) entwickelte sich Lockenhaus zu einer modernen Marktgemeinde mit umfangreicher Infrastruktur:
Zusammenschluss mehrerer Gemeinden 1971 zur Großgemeinde
Errichtung moderner Bildungseinrichtungen (Zentralschule, Kindergarten)
Ausbau von Straßen, Kanalisation, Hochwasserschutz (z. B. Rückhaltebecken „Burgsee“)
Die Pfarrkirche und das Kloster (1656–1720) prägen das Ortsbild.
Das Orgelfest und das Internationale Kammermusikfest, gegründet von Gidon Kremer und Pfarrer Herowitsch, machten Lockenhaus international bekannt.
Der Kalvarienberg, Kirchenorgel und Restaurierungen zeugen vom religiösen Erbe.
Volksschule und Hauptschule blicken auf über 100-jährige Geschichte zurück, mit moderner pädagogischer Ausrichtung (Alternativ-HS).
Der Kindergarten wurde zuletzt 1997 modernisiert.
Seniorenbetreuung und Nahversorgung sind Teil einer familienfreundlichen Politik.
Gründung des grenzüberschreitenden Naturparks Geschriebenstein–Irottkö (1996)
Ausbau touristischer Highlights wie Margarethenwarte, Burgsee, Erlebniswanderwege
Schwimmbad, Spielplätze, Musikschule und Veranstaltungen wie das Mittelalterfest tragen zur Lebensqualität bei.
Viele aktive Vereine prägen das soziale Leben, u. a. Freiwillige Feuerwehr (seit 1880), SC Lockenhaus (gegründet 1935), Tennisclub.
Vielfältige kulturelle und sportliche Veranstaltungen dokumentieren ein aktives Gemeindeleben.