Die Eiche ist ein Laubbaum und trägt Blätter (Laub) und keine Nadeln. Sie kann über 800 Jahre alt werden und bis zu 40 Meter hoch. Das ist größer als ein Haus. Die Eiche ist eine Wärme liebende Baumart und kann im Schatten anderer Bäume nicht gedeihen. Die Rinde der Eiche ist leicht durch die groben Risse zu erkennen, die man sehr gut mit den Fingern ertasten kann. Auch die Blätter sind durch ihre Lappen leicht von anderen Bäumen zu unterscheiden. Das Holz der Eiche ist eines der härtesten und wird deshalb für den Schiffsbau und die Möbelindustrie verwendet. Deshalb steht die Eiche für Stärke und Standhaftigkeit.
Die Eiche dient Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum und Nahrungsquelle. In den Ritzen der Rinde können sich Moose und Flechten ansiedeln und auch kleine Bewohner wie Insekten und Spinnen leben in den Zwischenräumen. Auch ich, die Fledermaus, finde unter abgeplatzten Rindenplatten ein Quartier zum Leben.
Die Früchte der Eiche nennt man Eicheln und sie zählen zu den Nüssen. Für Eichhörnchen, Mäuse, Vögel, Wildschweine und Rehe sind sie im Winter eine wichtige Nahrungsquelle. Im Herbst verstecken Eichhörnchen und Eichelhäher die Eicheln an verschiedenen Plätzen im Boden als Wintervorrat. Da sie jedoch manche Verstecke nicht mehr finden, können die Bäume an sehr unterschiedlichen Plätzen wachsen und sich verbreiten.
Für den Menschen sind rohe Eicheln giftig. Wenn man sie jedoch in der Pfanne röstet, schält und mehrere Tage wässert bis die Gerbstoffe heraußen sind, können auch wir Menschen die Eicheln genießen. Früher verwendete man sie zum Backen von Brot oder stellte sogar Eichel-Kaffee her.
Der größte Käfer in unserer Umgebung ist der Hirschkäfer. Auch er braucht zum Leben alte Laubbäume wie die Eiche. Er ernährt sich als Käfer vom Baumsaft der Eiche und lebt als Larve im Erdreich.
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