Die Fichte (Picea abies) ist ein typischer Nadelbaum. Statt Blättern trägt sie Nadeln, die ihr helfen, auch bei Kälte und Trockenheit zu überleben. Nadelbäume werden botanisch als Koniferen bezeichnet – das bedeutet „Zapfenträger“. Typisch für sie sind also Nadeln und Zapfen.
Die Fichte trägt zwei verschiedene Blütenformen:
Männliche Blüten: klein, gelblich-braun, bilden Pollen – vom Wind verbreitet
Weibliche Blüten: rötlich gefärbt – entwickeln sich nach der Bestäubung zu Zapfen
Die Samen in den Zapfen reifen im Sommer heran. Bei trockenem Wetter öffnen sich die Zapfen und geben ihre Samen frei. Bei Regen schließen sie sich zum Schutz.
Fichten und Tannen werden oft verwechselt. Mit ein paar einfachen Merkmalen kannst du sie leicht auseinanderhalten:
Merkmal | Fichte | Tanne |
|---|---|---|
Nadeln | Spitz und stechend („Die Fichte sticht“) | Weich und stumpf |
Zapfen | Hängen nach unten, fallen als Ganzes ab | Stehen aufrecht, zerfallen auf dem Baum |
Rinde | Rötlich-braun, feinschuppig | Hellgrau, glatt oder leicht schuppend |
Die Fichte ist die häufigste Baumart Mitteleuropas. Sie wächst rasch, wird 30 bis 50 Meter hoch und kann ein Alter von bis zu 300 Jahren erreichen. Ihre Wurzeln bilden meist ein verzweigtes System, das bei guten Standorten tief in den Boden reicht. Auf schlechten Böden entwickelt sie jedoch nur flache Wurzeln – dadurch ist sie bei Stürmen anfällig für Windwurf.
Fichtenholz ist das meistgenutzte Bauholz Europas. Es wird verwendet für:
Dachstühle
Musikinstrumente (z. B. Gitarren)
Papierherstellung – eine der wichtigsten Verwendungen
Ein großer Feind der Fichte ist der Borkenkäfer. Er frisst Gänge unter die Rinde und legt dort seine Eier ab. Die Larven entwickeln sich in der Rinde und unterbrechen die Nährstoffversorgung des Baums. Ein starker Befall kann ganze Fichtenbestände absterben lassen.
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