Obwohl ihr Name es vermuten lässt, ist die Hainbuche keine echte Buche. Botanisch gehört sie zur Familie der Birkengewächse und ist damit näher mit der Birke verwandt als mit der Rotbuche. Doch mit ihren faltigen, gezähnten Blättern und der glatten, weißgrauen Rinde sieht sie der Rotbuche zum Verwechseln ähnlich – daher auch ihr Spitzname: „der Täuscher“.
Blätter: wechselständig an den Zweigen, im Herbst leuchtend gelb, teils braun bleibend bis ins Frühjahr
Rinde: glatt, weißgrau
Stamm: oft wulstig und verdreht, verzweigt sich bereits in geringer Höhe
Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der skurril geformte Stamm mit tiefliegender Verzweigung – typisch für ältere Hainbuchen.
Höhe: bis zu 25 Meter
Alter: maximal 150 Jahre
Herzwurzelsystem: tiefreichend und fest verankert
Standort: nährstoffreicher Boden, auch schattentolerant
Die Hainbuche ist robust, schnellwachsend und besonders schnittverträglich. Sie treibt nach Verletzungen oder Rückschnitt immer wieder neu aus – deshalb wird sie oft als Heckenpflanze verwendet.
Das Holz der Hainbuche ist:
härter als Eiche oder Rotbuche
zäh und sehr dicht
Verwendung:
Mechanische Bauteile, z. B. Klaviermechanik
Kegelkugeln, Werkzeuggriffe
Drechselarbeiten
Blütezeit: April bis Mai
Blütenform: sogenannte Kätzchen – männliche und weibliche Blüten wachsen auf einem Baum
Frucht: kleine Nüsse mit dreilappiger, blattartiger Hülle
Die Früchte reifen im September und werden durch Wind oder Waldtiere verbreitet.
Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
Familie | Birkengewächse (Betulaceae) |
Verwechslungsgefahr | Ja – mit der Rotbuche |
Höhe | Bis 25 m |
Alter | Bis 150 Jahre |
Blätter | Gezähnt, gelb im Herbst, oft bis ins Frühjahr sichtbar |
Wuchsform | Verdrehter Stamm, niedrige Verzweigung |
Nutzung | Hartes Holz für Mechanik und Sportgeräte |
Besonderheit | Extrem schnittverträglich, ideal für Hecken |
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