Lärche
Lärche (Larix decidua)
Die Lärche ist ein ganz besonderer Nadelbaum: Als einziger heimischer Nadelbaum wirft sie im Herbst ihre Nadeln ab – ähnlich wie Laubbäume. Damit zählt sie zu den sommergrünen Bäumen.
Warum verliert die Lärche ihre Nadeln im Herbst?
Die Lärche hat sich perfekt an extreme Bedingungen angepasst – sie wächst bis in 2.500 Meter Seehöhe und übersteht Temperaturen von bis zu –40 °C. In solchen Höhen ist das Wasser im Boden im Winter gefroren, die Nadeln könnten aber weiterhin Feuchtigkeit verlieren. Um das „Verdursten“ zu vermeiden, wirft die Lärche ihre Nadeln ab – eine clevere Überlebensstrategie. So kann sie bis zu 800 Jahre alt werden.
Typische Merkmale der Lärche
Rinde: Dick, graubraun und längsrissig abblätternd
Wuchsform: Wird bis zu 50 Meter hoch
Nadeln: Weich, hellgrün und in Büscheln an den Zweigen – werden im Herbst gelb und fallen ab
Zapfen: Stehen aufrecht auf den Zweigen (ähnlich wie bei der Tanne)
Bleiben nach Samenfreigabe noch lange am Baum
Fallen erst zusammen mit Zweigen ab
Wuchsstandorte und Besonderheiten
Die Lärche ist eine Pionierbaumart – sie wächst auch dort, wo andere Baumarten kaum keimen. Sie bevorzugt:
Lichtreiche, kühle Lagen
Keine extremen Trockenstandorte
Dank ihres tiefreichenden, verzweigten Wurzelsystems (bis 2 m Tiefe) ist sie gut gegen Stürme geschützt und kann selbst auf kargen Gebirgsböden überleben.
Holznutzung der Lärche
Lärchenholz ist:
besonders schwer, hart und witterungsbeständig
ideal für Außenbereiche und belastete Bauteile
Typische Verwendungen:
Dächer
Fassadenverkleidungen
Parkett und Fußbodenbeläge
Gartenmöbel und Zäune