Die Rotbuche ist einer der wichtigsten Laubbäume Mitteleuropas. Sie ist an ihrer glatten, silbergrauen Rinde leicht zu erkennen und prägt mit ihrem dichten Kronendach viele unserer heimischen Wälder.
Im Herbst wirft die Rotbuche ihre oval-runden, glatten Blätter ab. Diese bilden eine schützende Laubdecke am Waldboden – ein wertvoller Lebensraum für:
Würmer
Schnecken
Asseln
Insekten
Pilze
Zudem zersetzen sich die Blätter und geben wichtige Nährstoffe an den Boden zurück.
Wuchshöhe: 30–35 Meter
Alter: bis zu 300 Jahre
Standort: sehr anpassungsfähig – wächst an vielen Standorten
Lichtanspruch: schattentolerant – wächst auch bei wenig Licht
Durch diese Eigenschaften ist die Rotbuche konkurrenzstark und kann sich gegen viele andere Baumarten durchsetzen.
Buchenholz ist:
stabil, hart und gut biegbar
besonders beliebt für:
Möbelbau
Parkettböden
Innenausbau
Früher wurde Buchenholz zur Herstellung von Holzkohle genutzt. In Orten wie Unterkohlstätten kann man heute noch die historische Arbeit der Köhler nachvollziehen.
Dreieckige, braune Nüsse
Werden besonders zahlreich in sogenannten Mastjahren gebildet
Wichtige Nahrung für:
Wildschweine
Rehe
Eichhörnchen
Vögel
Mäuse
Viele Tiere verstecken Bucheckern für den Winter – und sorgen so unbeabsichtigt für die Verbreitung der Buche. Für den Menschen sind Bucheckern jedoch leicht giftig und sollten nicht roh verzehrt werden.
In schattigen Buchenwäldern wächst der Waldmeister (Galium odoratum):
Blüht im Frühling mit zarten, weißen Blüten
Verströmt einen angenehmen Duft
Verträgt das dichte, lichtarme Kronendach der Rotbuche gut
Das Kronendach der Rotbuche wirkt wie ein grünes Zelt, das kaum Sonnenlicht bis zum Boden durchlässt – ideal für schattentolerante Pflanzen wie den Waldmeister.