Die Tanne (Abies alba) ist der meistbesungene Nadelbaum Europas – nicht zuletzt, weil sie traditionell als Christbaum dient. Doch sie beeindruckt nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern auch durch ihre einzigartige Anpassungsfähigkeit, ihr elegantes Erscheinungsbild und ihre ökologische Bedeutung.
Rinde: Hellgrau, oft in kleinen Stücken abblätternd
Nadeln: Weich, biegsam, nicht stechend – langlebig (bis zu 10 Jahre)
Zapfen: Stehen aufrecht auf den Zweigen, fallen nie als Ganzes ab – die Samen lösen sich schuppenweise und fallen einzeln zu Boden
Merkregel: „Die Fichte sticht – die Tanne nicht“
Die Tanne zählt mit der Fichte zu den größten heimischen Waldbäumen. Sie kann bis zu 65 Meter hoch und über 600 Jahre alt werden. Ihre tiefreichenden Wurzeln machen sie besonders standfest – selbst bei starken Stürmen.
Eine Besonderheit der Tanne ist ihre Schattentoleranz. Sie kann viele Jahre im Schatten älterer Bäume überleben und wachsen – eine Fähigkeit, die ihr im Konkurrenzkampf um das Licht einen entscheidenden Vorteil verschafft. Diese Eigenschaft macht sie zu einem wertvollen Bestandteil natürlicher Waldverjüngung.
Das Holz der Tanne ist:
leicht
weich
belastbar und biegsam
Es wird häufig verwendet für:
Innenausbau
Dielenböden
Möbelstücke
Tannen sind nicht nur für uns Menschen nützlich – auch viele Tiere profitieren von ihnen:
Rehe lieben die zarten Triebe und Knospen → Achtung: Wildverbiss
Tannenmeisen suchen Nahrung in den Baumspitzen und legen Vorräte an
Mäuse und Eichhörnchen fressen die Samen
Tannenhäher bauen bevorzugt ihre Nester in Tannenbäumen
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