Wie Standortbedingungen Vielfalt ermöglichen
Als Waldgesellschaft bezeichnet man das typische Vorkommen bestimmter Baumarten in einem Gebiet. Diese Zusammensetzung wird beeinflusst durch:
🪨 Bodenbeschaffenheit
🏔️ Höhenlage
☀️ Lichtverhältnisse
💧 Wasserverfügbarkeit
🌡️ Temperatur und Nährstoffangebot
Jede Baumart hat individuelle Ansprüche. So wachsen je nach Standort unterschiedliche Arten, wodurch Konkurrenz reduziert und Vielfalt ermöglicht wird.
Im Naturpark Geschriebenstein–Írottkő findet man besonders häufig einen Hainbuchen-Eichenwald. Diese Mischwälder sind:
lichtdurchflutet, da das Kronendach weniger dicht ist
artenreich, mit vielfältiger Baum-, Strauch- und Krautschicht
ein bedeutender Lebensraum für Tiere und Pflanzen
Buche
✔ wächst auch im Schatten
✔ benötigt nährstoffreiche Böden
Eiche
✔ wärmeliebend
✔ bevorzugt sonnige Standorte
✔ grobe Rinde – ideal für Insekten und Spinnen
Waldmeister
✔ schattentolerant
✔ liebt feuchte, nährstoffreiche Böden
Hirschkäfer (Lucanus cervus)
✔ größter Käfer Europas
✔ lebt gern in alten Eichenwäldern mit vielen Nischen
Neben Hainbuchen-Eichenwäldern gibt es auch Mischwälder mit Laub- und Nadelbäumen.
Generalist in Mischwäldern
wächst gut in Buchen- und Fichten-Tannenwäldern, solange genügend Wasser vorhanden ist
erreicht im Naturpark ihre klimatische Trockengrenze → nur Nebenbaumart
verliert im Winter ihre Nadeln und trägt so zur Humusbildung bei
Ob Buchenmischwald, Laub-Nadel-Mix oder lichter Eichenwald – jede Waldgesellschaft schafft ein einzigartiges Ökosystem. Diese Vielfalt:
fördert die Biodiversität
schützt den Boden und das Klima
ist Grundlage für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten
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